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Von der Facekl zum Blaulicht
Der Urahn der Rumdumkennleuchte stellt die bis nach dem 1. Weltkrieg verwendete Petroleumfackel (Lampe) dar. Aufgrund des technischen Fortschritts und zunehmender Fahrgeschwindigkeit, wodurch die Petroliumfackel ausgeblasen wurde, setzten sich elektrische Kennscheinwerfer durch.

Petroleumfackel

Die Feuerwehren in Deutschland benutzten bis 1938 grundsätzlich entweder rote Kennscheinwerfer (uneffektiv, da ohne Reflektorspiegel) oder die effektiveren Arbeitsscheinwerfer (Halbkugelschalen mit Reflektorspiegel, sogenannte "Kalotten") mit roten Vorsteckscheiben

 

Kennlichtscheinwerfer

 

Ein Blaulicht wurde nie benutzt.
Es wurde auch nur ein Dauerlicht ausgestrahlt, kein Blinklicht.

Am 7.Mai 1938 gab H. Himmler als Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei einen Runderlass heraus, dass zukünftignur blaues Kennlicht in der Glassorte "kobaltblau-massiv" zu benutzen sei. Hintergrund waren die auf dem Luftschutzgesetz vom 26.06.1935 bassierende Verdunkelungsvorschriften

Blaulicht wird im Gegensatz zu Rotlicht von einem feindlichen Flugzeug in 500 m Höhe nicht erkannt.

Ca. 7000 Feuerwehrfahrzeuge mussten daraufhin kostenintensiv umgerüstet werden. Polizeifahrzeuge waren bis anhin nur in seltenen Fällen mit Kennscheinwerfern ausgestattet - sie waren nicht betroffen. Nach dem 2. Weltkrieg gingen die Feuerwehren wieder dazu über, ihre Fahrzeuge mit roten Kennscheinwerfern auszustatten. Teilweise aus Tradition und aus dem Bewusstsein, dass Rotlicht 8- bis 10 fach besser als Blaulicht wahrgenommen und auch international eher als Warnfarbe verstanden würde. Blaulichtbefürworter argumentierten, dass rotes Licht zu Verwechslungen mit Signalleuchten von Bahn- und Verkehrsanlagen führen könnte. Trotz Bestrebungen der Feuerwehren, Rot beizubehalten, setzten sich die Blaulichtbefürworter durch und so wurde am 25.11.1951 in der STVZO, § 52 "blaues Licht" vorgeschrieben.

Kennlichtscheinwerfer

99-108 - Unbekannt - Kennscheinwerfer

99-156 - Bosch - Scheinwerfer

1955 stellte man fest, dass einzelne Wehren dennoch hartnäckig rotes Licht beibehielten

Am 29.03.1956 wurde festgelegt, dass bis zum 01.11.1956 alle Einsatzfahrzeuge von Dauerlicht auf Blinklicht umzustellen seien. Die Erkenntnis, dass nur nach vorne abstrahlendes Blinklicht bei stetig zunehmender Verkehrdichte unzureichend war und es auf Alarmfahrten zu mehr Unfällen mit dem Querverkehr kam, führte dazu, dass die Industrie schlussendlich die Rundumkennleuchten entwickelte

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